Geschichtlicher Ursprung der Selbstversorgung
In vorzeitlichen Kulturen lebten sowohl Jäger + Sammler als auch Ackerbauern und Nomaden bis zum Ende des Neolithikums oder darüber hinaus in Subsistenzwirtschaft; in vielen Regionen der Dritten Welt bildet sie immer noch die hauptsächliche Grundlage des Lebens und Überlebens. Der marginale Tauschhandel betraf vermutlich eher Prestigegüter als den Lebensunterhalt. Während der weiteren Entwicklung der Agrarwirtschaft blieb die Selbstversorgung bis zur Industriellen Revolution immer ein bedeutender ökonomischer Aspekt neben der Marktproduktion und Erwerbsarbeit.

Auch von Seiten der Lebensreformbewegung und von sozialrevolutionären Bewegungen (z. B. der Anarchist Gustav Landauer) in Anknüpfung an Ideen von Leo Tolstoi und Peter Kropotkin (später auch Mahatma Gandhi) wurde die Verfügung über Land und Boden zur selbst bestimmten Produktion von Lebensmitteln gefordert und teilweise in Landkommunen auch umgesetzt (z. B. Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung).[6]
Der Gartengestalter und Siedlungsplaner Leberecht Migge entwickelte während und nach dem Ersten Weltkrieg das Konzept der Selbstversorgung für jedermann.
- Dieses Konzept verlangte, dass jeder über ausreichend Gartenland
- verfügen können müsse, um die für die eigne Ernährung notwendigen Lebensmittel anbauen zu können.[7] Zudem entwickelte er Konzepte zur Kreislaufwirtschaft und zu Anbaumethoden, um die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu verbessern.[
Überschrift
Kums oder darüber hinaus in Subsistenzwirtschaft; in vielen Regionen der Dritten Welt bildet sie immer noch die hauptsächliche Grundlage des Lebens und Überlebens. Der marginale Tauschhandel betraf vermutlich eher Prestigegüter als den Lebensunterhalt. Während der weiteren Entwicklung der Agrarwirtschaft blieb die Selbstversorgung bis zur Industriellen Revolution immer ein bedeu